BIOGRAFIE MAREN RIES

MAREN RIES | VIOLINE, VIOLA & künstlerische Leitung

Barockviolinen
· Leopold Widhalm, Nürnberg 1769
· Kopie von Roger G. Hargrave nach einem historischen Vorbild von Gioffredo Cappa
· Kopie von Roger G. Hargrave nach einem historischen Vorbild von  Andrea Amati
Barockviola
· Kopie von Roger G. Hargrave nach einem historischen Vorbild der Gebrüder Amati

Mit neun Jahren gelang es Maren, ihre Blockflöte endlich gegen eine Geige eintauschen zu dürfen. Neben Ihrer Vorliebe für Bücher, vertrieb sie sich ihre Zeit nun immer intensiver mit diesem Wunschinstrument, weil es ihr – bis heute – stets neue Herausforderungen entgegenstellte. Dank ihres ersten Geigenlehrers wurde ihr sehr schnell klar, dass es nicht nur einen einzigen Violin-Prototyp gibt, sondern dass jede Musikepoche ihr adäquates Instrumentarium benötigt. Das Spiel auf Darmsaiten erschien ihr dabei am aufregendsten: Das Naturmaterial hielt die Stimmung fast nie und riss im ungünstigsten Moment – diese Probleme hat sie glücklicherweise inzwischen gelöst. Während ihres Studiums der modernen Violine in Leipzig und Stuttgart beschäftigte sich Maren Ries mit dem klassisch-romantischen Mainstream-Repertoire nur im notwendigen Umfang, begeisterte sich hingegen, angeregt durch ihren Professor Kolja Lessing, für die Werke von Isang Yun, Philipp Jarnach und anderen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit dem Besuch von Meisterkursen und einem Aufbaustudium für Barockvioline in der Solistenklasse der Musikhochschule Würzburg bei Professor Gottfried von der Goltz spezialisierte sie sich auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

Als Kammermusikerin, Konzertmeisterin und Solistin ist Maren Ries ein gern gehörter Gast renommierter Ensembles und erhielt prägende Einflüsse von Reinhard Goebel, der sie noch während ihres Studiums in sein legendäres Ensemble Musica Antiqua Köln holte. Mit dieser Gruppe konzertierte sie in den folgenden sieben Jahren weltweit als Geigerin und Bratschistin in der Orchester- und Kammermusikbesetzung sowie als Solistin. Mit der dort gesammelten internationalen Konzerterfahrung, vielen unbezahlbaren Anregungen, aber auch in dem Bestreben eigene Ideen zu realisieren, gründete sie das Ensemble NeoBarock. Seitdem steckt sie als künstlerische Leiterin ihre ganze Energie in diese Formation. Unter ihrer Gesamtkonzeption entstanden zahlreiche CD-Ersteinspielungen. Für die Idee und musikalische Umsetzung des Melopoems „Musik der Einsamkeit“, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Schneider, wurde Maren Ries der Echo Klassik-Preis verliehen. Ansonsten ist sie, leider zu selten, mit der Nase in einem guten Buch oder hinter ihrer Nähmaschine anzutreffen, an der sie die neuesten Modelle der NeoBarock-Outfits entwirft.

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