BIOGRAFIE ROSSELLA POLICARDO

ROSSELLA POLICARDO | CEMBALO

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Das eigene Instrument in- und auswendig zu kennen und infolgedessen einen optimalen und unverwechselbaren Klang darauf hervorzubringen, ist für Geiger oder Cellisten selbstverständlich, wird bei Tasteninstrumenten aber oft vernachlässigt. Aus diesem Grund reist NeoBarock mit seinem eigenen Cembalo, der Kopie eines großen zweimanualigen Instruments – zumindest wenn es die räumliche Distanz zulässt. Mit Ihrem klang- und phantasievollen Spiel lässt Rossella Policardo dieses Cembalo zu einem gleichberechtigten musikalischen Partner und zum tragenden Fundament im charakteristischen NeoBarock-Sound werden. Ihre erstaunliche Musikalität offenbarte die Italienerin, die Ihre Kindheit auf der Vulkaninsel Pantelleria nahe der Küste Afrikas verbrachte, schon mit drei Jahren. Das Gesangbuch verkehrt herum haltend, sang sie aus voller Kehle im dortigen Kirchenchor – ihr favorisierter Berufswunsch: Nonne oder Musikerin.

Nach vielfachem mütterlichen Zureden verwandelte sich ihre anfängliche Unlust Klavier zu spielen bald in Begeisterung. Die erfolgreiche Teilnahme an einem Klavierwettbewerb für Jugendliche war der Auslöser, im Alter von 12 Jahren mit der gesamten Familie auf das italienische Festland umzusiedeln. Ihre Ausbildung absolvierte sie dort am Conservatorio di Musica Palermo, wo sie auch das Cembalo entdeckte und mit Hilfe ihres Lehrers Basilio Timpanaro meisterhaft zu beherrschen lernte. Weitere Studien führten sie nach Krakau und Basel. Vielgestaltige Erfahrungen sammelte sie durch Wettbewerbserfolge, beim European Union Baroque Orchestra und in Konzerten mit diversen Barockmusik-Spezialisten. Seit 2015 ist sie als Solo- und Continuocembalistin festes Mitglied von NeoBarock und bereichert das Ensemble in jeder Hinsicht mit Italianità.
Allora …

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